Unsere Komplikationen

Komplikationen sind der ultimative Ausdruck der Uhrmacherkunst. Ihre Umsetzung erfordert höhere Kompetenzen, die allesamt in den Kern der Manufaktur Blancpain integriert sind. Unsere Kollektionen umfassen Kalender (vollständige, Jahreskalender oder ewige Kalender), Mondphasen, Zeitgleichungen, doppelte Zeitzonen, Weckfunktionen, Tourbillons, Karusselle, Chronographen (mit Schleppzeiger, Monodrücker oder Flyback-Funktion), springende Stunden, retrograde Minuten oder Sekunden, Tiefenmesser oder auch Minutenrepetitionen (mit oder ohne Automaten). Die Kombination von Komplikationen ist ebenfalls Teil der Expertise von Blancpain.

Unsere vollständig intern gefertigten Uhrwerke – was in der Welt der Uhrmacherkunst einer einzigartigen Leistung entspricht – zeugen von der meisterhaften Technik und dem außergewöhnlichen Savoir-faire unserer Manufaktur.

Minutenrepetition

Die Minutenrepetition ist eine der bedeutendsten Komplikationen der Uhrmacherkunst. Die ursprünglich zum Abhören der Uhrzeit im Dunkeln entwickelte Funktion bleibt bis heute eine der am schwierigsten herzustellenden und am meisten geschätzten Komplikationen.

Dank einem komplizierten Mechanismus mit zwei Tonfedern, die durch Hämmerchen zum Klingen gebracht werden, und einem mechanischen Gedächtnis, das über eine Verriegelung aktiviert wird, ermöglicht die Minutenrepetition die akustische Angabe der Uhrzeit anhand von zwei Tönen. Ein tiefer Ton erklingt zur Anzeige der Stunden; darauf folgen zwei Töne – der erste hoch, der zweite tief – für die Viertelstunden und schließlich ein hoher Ton für jede Minute. Um die Reinheit und Klangfülle der Töne sicherzustellen, sind eine sorgfältige Auswahl der Metalle und eine manuelle Einstellung jedes Uhrwerks unverzichtbar. Die Konstruktion einer Minutenrepetition ist derart anspruchsvoll, dass jedes Jahr nur wenige, individuell nummerierte Stücke die Werkstätten in Le Brassus verlassen.

In der Entwicklung von Uhren mit Minutenrepetition spielt Blancpain eine Pionierrolle. Wir haben zahlreiche Forschungen durchgeführt, um den Klang unserer Mechanismen zu verbessern. Unsere Minutenrepetitionen sind mit Glockenspielen ausgestattet, deren Metallblättchen sich anderthalbmal um das Uhrwerk winden und so eine außergewöhnliche Tonfülle erzeugen. Für deren akustische Reinheit sorgen die eigens entwickelten Regulatoren mit variablem Trägheitsmoment, welche die durch den Mechanismus erzeugten Hintergrundgeräusche stark reduzieren. 

Thumbnail
Thumbnail

Karussell

Das Karussell ist eine Komplikation, die bei den großen Namen der Uhrmacherkunst seit über einem Jahrhundert in Vergessenheit geraten war. Es dient dazu, die Auswirkungen der Erdanziehungskraft auf den regelmäßigen Gang des Uhrwerks zu verringern, und bildet somit eine Alternative zum Tourbillon, unterscheidet sich aber von diesem durch die Art und Weise, wie es diese Funktion erfüllt. Das Karussell ist über zwei Räderwerke mit dem Federhaus verbunden. Das erste überträgt die für die Funktion der Hemmung benötigte Energie, das zweite kontrolliert die Geschwindigkeit der Käfigumdrehung. Mit der Miniaturisierung dieses Mechanismus für den Einbau in einer Armbanduhr schrieb Blancpain Geschichte und eröffnete ihm neuen Perspektiven. Das fliegende Ein-Minuten-Karussell von Blancpain ist die erste Kreation, bei der sich das Karussell einmal pro Minute dreht. Diese Uhr stellte bei ihrer Präsentation im Jahr 2008 eine ganze Reihe von Weltpremieren dar und bleibt bis heute in der Welt der Uhrmacherkunst einzigartig. Damit der Träger dieses Zeitmessers das raffinierte System jederzeit bewundern kann, ist das Zifferblatt teilweise durchbrochen, um den Einblick in das Karussell zu ermöglichen. Dieser elegante Mechanismus wird auf raffinierte Weise in Szene gesetzt, indem seine obere Brücke die Funktion der Sekundenanzeige erfüllt.

Tourbillon

Das Tourbillon war eine der prägendsten uhrmacherischen Erfindungen des 18. Jahrhunderts. Diese Komplikation kompensiert den Einfluss der Erdanziehungskraft auf die Präzision der Uhr je nach deren Position durch die Einbettung des Regulierorgans (Unruh, Spiralfeder und Hemmung) in einen rotierenden Käfig. In seiner klassischsten Form vollführt der Käfig eine Umdrehung pro Minute. Da dieser Gesamtmechanismus in allen vertikalen Positionen rotiert, ist er den Beschleunigungs- und Verlangsamungsphasen gleichermaßen unterworfen. So werden die Auswirkungen der Schwerkraft kompensiert und aufgehoben. 

Im Lauf der Jahre hat Blancpain zahlreiche Zeitmesser entwickelt, die das Tourbillon mit anderen Komplikationen kombinieren, wie einem Chronographen, einem ewigen Kalender oder zum Beispiel bei der besonders exklusiven „1735“ mit ihren acht Komplikationsmechanismen. Die Manufaktur präsentierte zudem das erste fliegende Tourbillon, dessen Besonderheit in seiner ungewöhnlichen Konstruktion besteht: Die obere Brücke wurde weggelassen, um einen atemberaubenden Blick auf die Hauptkomponenten zu gewähren. 2018 entwickelte Blancpain das Konzept noch weiter mit dem Modell Villeret Tourbillon Volant Heure Sautante Minute Rétrograde. Hier ist die untere Brücke durch eine transparente Saphirglasscheibe ersetzt. So vermitteln der Tourbillonkäfig, die Unruh und die Hemmung den Eindruck, über dem feststehenden Rad zu schweben, das an der Saphirscheibe befestigt ist.

Thumbnail

Traditioneller chinesischer Kalender

Mit dem traditionellen chinesischen Kalender hat sich Blancpain der Herausforderung gestellt, zwei verschiedene Zeitdarstellungen mechanisch zu vereinen. Fünf Jahre Forschung und Entwicklung waren nötig, um die Hauptanzeigen des chinesischen und des gregorianischen Kalenders Seite an Seite auf einem Zeitmesser darzustellen. Da die Grundeinheiten zur Zeiteinteilung bei beiden Systemen nicht übereinstimmen, handelt es sich um eine wahre technische Meisterleistung. Während der gregorianische Kalender auf dem Sonnentag beruht, basiert der chinesische Kalender – ein Lunisolarkalender – auf dem Mondzyklus, der 29,53059 Tage beträgt. Somit ist ein Jahr mit zwölf Mondmonaten etwa elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr. Um die Übereinstimmung mit dem Zyklus der Jahreszeiten zu bewahren, wird dem chinesischen Kalender alle zwei oder drei Jahre ein Zwischenmonat hinzugefügt. Diese Besonderheit ist der Grund für das unbeständige Datum des chinesischen Neujahrs. Doch die Komplexität dieses Kalenders findet hier noch kein Ende. Er verwendet ein Einteilungssystem des Tages in 12 Doppelstunden, welche die 24 sechzigminütigen Stunden des gregorianischen Kalenders ersetzen. Jede dieser Doppelstunden ist in der Reihenfolge der zwölf Erdzweige benannt und wird von einem der Tiere des chinesischen Tierkreises verkörpert. 

Thumbnail

Der traditionelle chinesische Kalender von Blancpain ist ein uhrmacherisches Meisterwerk, dessen Umsetzung die Komplexität eines ewigen Kalenders übersteigt. Jedes Stück wird von einem Uhrmachermeister in der Werkstatt der „Grandes Complications“ unserer Manufaktur in Le Brassus vollständig von Hand zusammengesetzt und reguliert. 

Ewiger Kalender

Der ewige Kalender ist ein wahres mechanisches Gedächtnis, das in der Lage ist, den Wochentag, das Datum, den Monat und das Schaltjahr anzuzeigen. Er berücksichtigt die Schwankungen in der Länge der Monate und benötigt bis zum Jahr 2100 keine manuelle Einstellung. Die Montage eines ewigen Kalenders erfordert absolutes uhrmacherisches Spitzenkönnen. 

 

In ihrem unablässigen Streben, der Uhrmacherkunst neue Horizonte zu erschließen, präsentierte die Manufaktur Blancpain 2005 den weltweit ersten ewigen Kalender mit Korrektoren unter den Bandanstößen. Dieses patentierte System ermöglicht das Einstellen der Kalenderanzeigen durch einfachen Fingerdruck, was ein Korrekturwerkzeug erübrigt. Außerdem sind die Korrektoren unsichtbar, wenn die Uhr getragen wird. Dank dieser raffinierten Kontruktion zeichnen sich die Blancpain-Uhren mit ewigem Kalender durch glatte, reine Gehäuseflanken aus, die in keiner Weise durch Nuten oder „Grübchen“ für das Verstellen beeinträchtigt werden, wie man sie üblicherweise bei Kalenderuhren findet. 

Thumbnail

Zeitgleichung

Die Zeitgleichung zählt zu den seltensten und faszinierendsten Uhrenmechanismen überhaupt. Sie verbindet die Uhr mit dem Sonnenzyklus und zeigt die Abweichung zwischen der wahren Sonnenzeit und der mittleren Sonnen- oder bürgerlichen Zeit.
Seit der Antike wurde die Sonne als Grundlage der Zeit genutzt. Doch die sichtbare Bewegung der Sonne – die wahre Sonnenzeit, die von Sonnenuhren angezeigt wird – ist nicht regelmäßig. Aus praktischen Gründen beschloss man daher, einen Tag in 24 gleich lange Stunden zu teilen. Diese Norm, die sich im täglichen Leben als überaus praktisch erweist, entspricht allerdings nicht der tatsächlichen Länge der Sonnentage, von der sie im Jahreslauf zwischen maximal +16 und –14 Minuten abweichen kann. Nur an vier Tagen im Jahr stimmen die wahre und die mittlere Sonnenzeit exakt überein. Die Abweichungen zwischen der wahren und der mittleren Sonnenzeit wiederholen sich auf identische Weise an den jeweils gleichen Daten, weshalb die Uhrmacher sie mittels einer Nockenscheibe mechanisch nachahmen und eine entsprechende Anzeige entwickeln konnten, die meist in einem Kreisausschnitt oder auf einem Hilfszifferblatt dargestellt wird. Die wahre Sonnenzeit kann dann errechnet werden, indem man die angezeigte Differenz hinzufügt beziehungsweise abzieht. 

Thumbnail

Mit der Entwicklung der Equation Marchante, der ersten Armbanduhr mit „wandernder“ Zeitgleichung, hat sich Blancpain einmal mehr in die höchsten Sphären der uhrmacherischen Komplikationen aufgeschwungen. Konkret bedeutet dies, dass das Zifferblatt hier mit zwei koaxialen Minutenzeigern ausgestattet ist, von denen der eine die mittlere Sonnen- beziehungsweise bürgerliche Uhrzeit und der andere die wahre Sonnenzeit (die der Sonnenuhren) als Ausdruck der elliptischen Umlaufbahn der Erde um die Sonne) anzeigt. Anhand dieses neuartigen Systems, das besonders funktionell und gut ablesbar ist, lässt sich auf einen Blick die wahre Sonnenzeit erfassen, ohne dass dafür – wie bei herkömmlichen Uhren mit Zeitgleichung – eine Kopfrechnung angestellt werden muss.

Mechanischer Tiefenmesser

Der mechanische Tiefenmesser ist eine Komplikation, die sich in der Taucheruhr X Fathoms von Blancpain findet. Mit dieser Vorrichtung lassen sich Tiefen von bis zu 90 Metern messen, zudem kann die erreichte Maximaltiefe gespeichert werden. Er kombiniert eine separate Anzeige von besonders hoher Präzision (+/– 30 cm) für den Bereich von 0 bis 15 m mit einem retrograden 5-Minuten-Zähler für die einzelnen Dekompressionsstufen.

Die Forschungen von Blancpain ergaben, dass amorphes Metall dank seiner Elastizität und Beständigkeit gegen dauerhafte Verformung das ideale Material für die Herstellung des zentralen Elements des mechanischen Tiefenmessers ist: die Membran. Diese Wahl ermöglichte es, deren Stärke im Vergleich zu einer Stahlmembran um die Hälfte zu reduzieren und damit an Präzision zu gewinnen. Um Gewähr für eine maximale Genauigkeit der Tiefenangaben zu leisten, kalibriert Blancpain jede Taucheruhr X Fathoms individuell.

Thumbnail

Flyback-Chronographen 

Mit dem Flyback-Chronographen können mehrere aufeinanderfolgende Zeitintervalle direkt gemessen werden. 

Bei einem gewöhnlichen Chronographen müssen die Drücker dreimal betätigt werden, um aufeinanderfolgende Zeitintervalle messen zu können: Stoppen des Chronographen, Nullstellen und erneute Messung. Mit der Flyback-Funktion – auch Einholfunktion genannt – reicht das einmalige Betätigen des Flyback-Drückers aus, um die Messung des ersten Intervalls zu stoppen und den Zeiger auf Null zurückzusetzen. Der Chronographenzeiger läuft sofort weiter, sobald der Drücker losgelassen wird.   

 

Thumbnail

Diese aufgrund ihrer zeitsparenden Eigenschaft von Piloten sehr geschätzte Komplikation eignet sich insbesondere für Navigationsberechnungen in der Luft- und Seefahrt, erweist sich jedoch auch beim Tauchen als sehr nützlich. Die Chronographen mit Flyback-Mechanismus von Blancpain sind außerdem bis zu 10 Bar (100 Meter) wasserdicht, die Modelle der Kollektion Fifty Fathoms sogar bis zu 30 Bar oder 300 Meter.

GMT-Weckalarm

Diese überaus praktische Komplikation ermöglicht es, eine genaue Weckzeit zu programmieren. Ein 12-Stunden-Zähler bei 3 Uhr zeigt mit zwei Zeigern an, auf welche Uhrzeit der Weckalarm programmiert ist. Das einmalige Betätigen des Drückers bei 8 Uhr aktiviert den Weckalarm über ein Säulenrad. Über die Ein-Aus-Anzeige bei 1 Uhr erkennt man, ob der Alarm aktiviert ist oder nicht. Der Alarm ertönt durch das Anschlagen eines Hammers gegen eine Tonfeder.
Die Uhren mit Weckalarm von Blancpain sind ausgesprochen funktionell und verbinden zwei besonders auf Reisen praktische Komplikationen: den mechanischen Wecker und die Anzeige einer zweiten Zeitzone im Vergleich zur Greenwich Mean Time (GMT). Ergänzt werden diese Funktionen durch eine Datumanzeige, dessen Korrektur (vorwärts oder rückwärts) mit der zweiten Zeitzone kombiniert ist. 

 

Die Blancpain-Modelle mit GMT-Weckfunktion zeigen die Referenzzeit mit Hilfe eines zentralen Zeigers auf einer 24-Stunden-Skala an. Die Weckzeit bezieht sich auf die zweite Zeitzone, die über die üblichen Stunden- und Minutenzeiger abzulesen ist und der Uhrzeit des Reiselandes entspricht.

Thumbnail
Thumbnail

Jahreskalender

Eine Uhr mit Jahreskalender zeigt die Datumziffer des aktuellen Tags an und berücksichtigt dabei automatisch die unterschiedlichen Monatslängen, im Gegensatz zum ewigen Kalender jedoch weder die Besonderheiten des Februars, der hier als Monat mit 30 Tagen „programmiert“ wird, noch die Schaltjahre. Somit muss er einmal pro Jahr Ende Februar korrigiert werden.

Bei Blancpain wird der Kalender auf dem Hauptzifferblatt  in einem Datumfenster angezeigt.

Vollständiger Kalender

Diese Komplikation zeigt das Datum, den Wochentag und den Monat an. Das sich verändernde Antlitz des Mondes, das auf dem Zifferblatt nachempfunden wird, sorgt für eine poetische Note. 
Die Blancpain-Uhren mit vollständigem Kalender zeigen den Wochentag und den Monat über zwei Fenster und das Datum mit einem Zeiger aus der Mitte an. Bei gewissen Modellen der Kollektion Villeret wird dafür ein Serpentinzeiger aus gebläutem Stahl verwendet, dies als Verweis auf die Uhrmachertradition des 18. Jahrhunderts, die untergeordneten Informationen einer Uhr durch Zeiger mit besonderer Form anzuzeigen. Im Gegensatz zum Jahreskalender oder dem ewigen Kalender berücksichtigt der vollständige Kalender die unterschiedlichen Monatslängen nicht und muss deshalb fünfmal pro Jahr – am Ende der Monate mit weniger als 31 Tagen – korrigiert werden.

Die Darstellung der Mondzyklen auf dem Zifferblatt der Blancpain-Uhren mit vollständigem Kalender erinnert an die historischen Verbindungen zwischen Uhrmacherkunst und Astronomie. Die Uhren mit Mondphase zeigen den Neumond, den zunehmenden Mond, den Vollmond und den abnehmenden Mond an. Das Antlitz des Mondes, das der jeweils aktuellen Mondphase entspricht, erscheint in einem Zifferblattfenster. 

Thumbnail

Wochenanzeige

Die Wochenanzeige ist eine Komplikation, die die Kalendernummer der aktuellen Woche auf dem Zifferblatt angibt. Die heutzutage sehr gefragte Information kann über einen zentralen Zeiger abgelesen werden, der auf die entsprechende Nummer auf dem Zifferblattrand verweist. Dieser rückt gleichzeitig mit der Änderung des Datums um Mitternacht beim Übergang von Sonntag zu Montag um eine Nummer vor.
Die Nummerierung von 1 bis 53 erinnert daran, dass je nach offizieller Planung bestimmte Jahre 53 Wochen haben: Dies ist zum Beispiel der Fall für das Jahr 2020 und anschließend für 2026, um nur die nächsten Jahre zu nennen.

Thumbnail

Die Blancpain-Uhren mit Wochenanzeige wurden für höchstmögliche Praxistauglichkeit konzipiert und verfügen deshalb zusätzlich über ein Großdatum und die Anzeige des Wochentags. Die Anzeigen der Woche und des Wochentags lassen sich unabhängig über zwei Korrektoren unter den Bandanstößen verstellen, die mühelos mit der Fingerspitze betätigt werden können. 

Großdatum

Diese ebenso elegante wie praktische Komplikation zeigt das Monatsdatum mit großen Ziffern in zwei Fenstern an. Das Datum setzt sich aus zwei Scheiben zusammen. Die linke Scheibe trägt die Ziffern 0 bis 3 für die Zehnerstellen an, die rechte die Ziffern 0 bis 9 für die Einerstellen. Für diese Anzeige ist eine perfekte Synchronisation zwischen den beiden Scheiben erforderlich.

Der von Blancpain entwickelte Mechanismus für das Großdatum ist höchst raffiniert. Die mit dieser Komplikation ausgestatteten Uhren verfügen ungeachtet der größeren Anzeige des augenblicklich um Mitternacht springenden Datums über eine optimale Energieeffizienz, was sich in einer besonders langen Gangreserve auswirkt. Ihre Konstruktion zeichnet sich außerdem durch eine minimale Bauhöhe aus und ist dennoch stoßsicher.

Thumbnail
Thumbnail

Mondphase

Die Darstellung der Mondzyklen auf dem Zifferblatt der Uhren mit vollständigem Kalender von Blancpain erinnert an die historischen Verbindungen zwischen Uhrmacherkunst und Astronomie. Die Uhren mit Mondphase zeigen den Neumond, den zunehmenden Mond, den Vollmond und den abnehmenden Mond an. 

Das Antlitz des Mondes, das der jeweils aktuellen Mondphase entspricht, erscheint in einem Zifferblattfenster bei 6 Uhr. Der Mondphasenmechanismus besteht aus einem Rad mit 59 Zähnen, die zwei vollständigen Mondzyklen von 29,5 Tagen entsprechen. Deshalb wurde der Mond gleich zweimal auf der Scheibe aufgemalt, die von diesem Rad bewegt wird. Der Mondphasenmechanismus wird einmal pro Tag gegen 18 Uhr über ein Räderwerk aktiviert.

Bei einigen Damenuhren mit Mondphasenanzeige kommt die Liebe zum Detail zum Ausdruck, die Blancpain besonders am Herzen liegt: Auf dem charmanten femininen Antlitz des Mondessitzt neben seinem lächelnden Mund eine winzige Fliege. 

Halbe Zeitzone

Diese Komplikation findet sich in gewissen Uhren mit der Anzeige einer zweiten Zeitzone. Sie ermöglicht es, die letztere um präzise 30-Minuten-Sprünge zu verstellen, so dass Reisende die Uhrzeit auch in Ländern mit halbstündiger Zeitverschiebung mühelos im Griff haben. Anders als bei herkömmlichen GMT-Mechanismen, bei denen die Stundenzeiger um ganze Stundenschritte verstellt werden, müssen bei Uhren mit halber Zeitzone sowohl der Stunden- als auch der Minutenzeiger bewegt werden. Dieser Mechanismus ist daher um einiges komplizierter.

Bei den Uhren mit halber Zeitzone hat sich Blancpain auf den Bedienkomfort konzentriert. Dafür hat die Manufaktur ein ausgeklügeltes System entwickelt, um drei Funktionen über die Krone zu steuern. Auf der Krone sitzt ein Drücker, mit dem diese für das Einstellen der Ortszeit oder des Datums aktiviert werden kann. Ein Säulenradmechanismus sorgt für unvergleichliche Präzision und ein geschmeidiges Gefühl beim Betätigen des Drückers.

Thumbnail
Thumbnail

GMT

Diese Komplikation ermöglicht die Anzeige von zwei Zeitzonen auf dem Zifferblatt. Bei Blancpain hat sie den Vorteil, dass sie mit der Datumanzeige der Ortszeit kombiniert ist. 
Einige GMT-Modelle von Blancpain sind mit einem zusätzlichen Zeiger ausgestattet, dank dem die Referenzzeit auf einer 24-Stunden-Skala abgelesen werden kann, während die Ortszeit (zweite Zeitzone) durch die Hauptzeiger angezeigt wird. Andere sind mit einem 24-Stunden- oder 12-Stunden-Unterzifferblatt ausgestattet. Beim 12-Stunden-Unterzifferblatt ist in einem zusätzliche Fenster ersichtlich, ob es sich um die Tages- oder die Nachtzeit handelt.

Zurück nach oben