ADAC Masters Weekend Eurospeedway Lausitz

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ADAC Masters Weekend Eurospeedway Lausitz 2.-4. September 2011

Acht Meisterschaftspunkte beim bisher schwierigsten Rennwochenende dieser Saison
Im ADAC GT Masters Traumsportwagen kämpfen in dieser Saison seit April fast 40 Boliden aus der Traumsportwagenliga um Punkte. Marc A. Hayek, der zu Beginn der Saison nur an einigen Rennen teilnehmen wollte, hatte schnell große Freude an diesem Wettbewerb gefunden, denn bereits im ersten Rennen in der Motorsportarena in Oschersleben (DEU) war der Schweizer auf der Spitze des Podiums gelandet. Dass das kein Einzelfall war, zeigten weitere Siege in dieser Serie auf dem Sachsenring und Nürburgring in Deutschland. Auf dem letzteren konnte er sogar zweimal die Siegtrophäe an einem Wochenende mit nach Hause nehmen. Hayek führte somit seit Beginn dieser Motorsportsaison die Amateurwertung im ADAC GT Masters an, obwohl er zu fast allen Strecken als Novize angereist war und erst in den freien Trainings seine ersten Kilometer dort abspulte.

Sein Fahrzeugkollege, der erfahrene Peter Kox (NDL) ist begeistert: „Marc (A. Hayek) lernt bemerkenswert schnell und kann das auch sehr gut im Auto umsetzen. Er fährt sehr sicher und riskiert keine Schäden, aber dennoch kämpft er um Platzierungen und kann auch erfahrenen Piloten Paroli bieten. Es macht großen Spaß, mit ihm zu fahren.“

An diesem Wochenende fand die sechste Runde im ADAC GT Masters statt. 16.500 Zuschauer wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Der 4,534 km lange Eurospeedway in Deutschland war wieder Neuland für Marc A. Hayek und so nutzte er die freien Trainings am Freitag, um Erfahrung auf diesem Kurs unter optimalen Wetterbedingungen zu sammeln.

Im ersten Qualifying am Freitagnachmittag hatte er jedoch Pech und landete mit seinem Lamborghini Gallardo LP600+ in der Leitplanke. Der Rennwagen wurde an der gesamten linken Seite an den Radaufhängungen stark beschädigt und musste in die Box geschleppt werden. Seine schnellste Runde bis zu diesem Unfall brachte ihn auf Startplatz 25 für das erste Rennen am Samstag. Hayek selbst musste sich zur Untersuchung ins Medical Center begeben, dort wurden jedoch keine ernsten Verletzungen festgestellt. Eine Reparatur bis zum zweiten Qualifying, das unmittelbar im Anschluss stattfand, war nicht möglich.

Am nächsten Tag musste sich Marc A. Hayek im Medical Center seine Rennfahrtauglichkeit attestieren lassen, bevor er wieder in den Boliden steigen konnten, den das deutsche Team Reiter Engineering schnell wieder instandgesetzt hatte.

Das erste Rennen startete Marc A. Hayek am Samstag von Position 25. Kurz nach dem Start in der ersten Kurve ereignete sich ein Unfall bei dem ein Audi R8 LMS von Phoenix Racing Pole Promotion gedreht wurde und stehen blieb. Bei dieser Drehung verhakten sich die Heckflügel des Audi mit dem des vorbeifahrenden Lamborghini von Hayek, dabei wurde der Heckflügel des Lambo an einer Aufhängung abgerissen und das Fahrwerk hinten in Mitleidenschaft gezogen. „Ich hatte zuerst gar nicht mitbekommen, dass mir der Flügel abgerissen wurde, aber die defekte Aufhängung war mir sofort bewusst.“ so Marc A. Hayek. Er steuerte den Gallardo direkt in die Box und konnte seinen Stint nicht mehr beenden.

Am Sonntag fand das zweite Rennen wieder bei herrlichem Wetter statt. Das Duo Kox/Hayek musste aus der letzten Reihe starten, da sie beim zweiten Qualifying am Freitag nicht teilnehmen konnten. Peter Kox startete und konnte während seines Stints viele Plätze gut machen. Trotz zusätzlichem Gewichtsballast in Höhe von 15kg, das alle Lamborghini Gallardo LP 600+ aus Performancegründen eingebaut bekommen haben, konnte der Niederländer bereits in der ersten Runde von P36 bis auf P23 vorfahren, eine enorme Leistung. Er übergab das Auto beim obligatorischen Boxenstopp auf P15 liegend an Marc A. Hayek. Beim Restart hatte der Gallardo Probleme – er sprang nicht an und so mussten die Mechaniker von Reiter Engineering den Wagen anschieben, was von der Rennleitung zehn Minuten vor Rennende mit einer Durchfahrtsstrafe geahndet wurde.

An einen Podiumsplatz war an diesem Wochenende für Hayek somit nicht zu denken, was zur Folge hatte, dass Marc A. Hayek vorerst vom Thron in der Amateurwertung gestürzt wurde.
Bereits in zwei Wochen haben die beiden wieder die Möglichkeit, die Spitze in der Tabelle zurückzuerobern. Die vorletzte Runde im ADAC GT Masters findet dann im niederländischen Assen vom 16.-18. September 2011 statt.

Marc A . Hayek:
„Das Wochenende war leider ein Wochenende zum Vergessen. Erst habe ich den Lamborghini in meinem Qualifying in die Leitplanke gesetzt, dann wurde im ersten Rennen mein Fahrzeug stark beschädigt und dann sprang nach dem Fahrerwechsel im zweiten Rennen der Motor nicht an und ich musste angeschoben werden. Ich verlor viel Zeit und erhielt dann noch eine Durchfahrtsstrafe. Da war nicht mehr viel zu holen.

Von der Pace her, war das Fahrzeug eigentlich ganz OK und wir hätten sicherlich Punkte sammeln können. Peter hat von Anfang an gepusht, um nach vorne zu kommen, was ja auch gut geklappt hatte. In meinem Stint waren dann aber die Reifen drei Runden vor Schluss verschlissen und nicht mehr konkurrenzfähig. In Assen möchten wir dann wieder absolut angreifen und wieder an die Spitze in der Wertung kommen.“

Peter Kox:
„Ich bin am Wochenende nicht viel zum Fahren gekommen. Im zweiten Rennen am Sonntag kam ich gut weg und konnte viele Plätze gutmachen. Aber ich wollte nicht zu viel riskieren, um Punkte für Mark (A. Hayek) sammeln zu können. Als er das Auto übernommen hat, ist es nicht angesprungen und bekam noch eine Drive-Thru-Strafe, weil er angeschoben werden musste. Wir wären ansonsten sicherlich aufs Podest gekommen.“

Hans Reiter (Teamchef Reiter Engineering):
„Das Wochenende war für das gesamte Team nicht gut. Wir haben durch die Balance of Performance inzwischen so viel Gewicht, dass es nicht so einfach ist, gute Ergebnisse zu erzielen. Aber auf jeden Fall ist die Leistung von Marc (A. Hayek) herauszuheben. Der hat so tolle Rundenzeiten hingelegt, obwohl er diese Strecke nicht kannte und zudem ist sie enorm schwierig zu fahren. Das war für mich das Highlight des Wochenendes. Dass sein Auto nach dem Fahrerwechsel im zweiten Rennen nicht angesprungen ist, ist sehr ärgerlich. Wir müssen noch überprüfen, woran das gelegen hat.“