Hayek holt sich GT Masters-Titel mit Lamborghini

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ADAC GT Masters Hockenheimring (DEU) 30. September – 2. Oktober 2011
Hayek holt sich GT Masters-Titel mit Lamborghini

Zum Finale des ADAC GT Masters konnten 33.200 Zuschauer bei strahlendem Herbstwetter mit Temperaturen um die 26 Grad mitfiebern, als sich der Schweizer Marc A. Hayek in einem Starterfeld von fast 38 Traumsportwagen den Titel in der Amateurwertung 2011 sicherte.

Der Schweizer teilt sich seit Beginn der Saison im Team Reiter Engineering einen Lamborghini Gallardo LP600+ mit dem Niederländer Peter Kox und konnte mit hervorragenden Leistungen immer wieder Podiumsplätze erkämpfen. Zum letzten Rennwochenende auf dem Hockenheimring hat sich der Kampf um den Titel zugespitzt. Hayek reiste als Tabellenführer mit 207 Punkten, 12 Punkte Vorsprung zu Oliver Mayer (DEU) an. Drittplatzierter mit 186 Zählern war zu diesem Zeitpunkt der Deutsche Sven Dolenc (186 Punkte).

Marc A. Hayek hatte bereits Erfahrungen auf dem Hockenheimring, so dass er sich in den beiden freien Trainings am Freitag darauf konzentrieren konnte, seinen Fahrstil zu optimieren und das richtige Setup des Fahrzeuges zu finden. Am späten Nachmittag überzeugte er dann in seinem Qualifying, fuhr die schnellste Zeit in der Amateurwertung und verwies sogar manche Profifahrer auf die Plätze. Im Gesamtfeld stellte er seinen Lambo in die achte Startreihe, nur 1,15 Sekunden hinter dem Schnellsten im Feld. Peter Kox setzte den Boliden dann im zweiten Qualifying auf P3 in die zweite Startreihe. Beide Platzierungen waren somit gute Ausgangspositionen für den Kampf um die Meisterschaft.

Für das erste Rennen am Samstagvormittag hatte sich Hayek eine Strategie ohne Risiko zurechtgelegt, um Schäden an seinem Gallardo zu vermeiden. Er startete von P15 und kam in der ersten Runde nicht optimal voran, so dass er hier einige Plätze verlor. Zur Hälfte des Rennens brachte er den Boliden zum obligatorischen Boxenstopp zum Team, das einen hervorragenden und schnellen Job absolvierte und das Cockpit an Peter Kox übergab. Der ging gleich wieder auf die Strecke und kam mit dem Porsche von Sebastian Asch ins Gehege, beide berührten sich, Asch hatte das Nachsehen und schied aus. Kox fuhr mit leicht beschädigtem Fahrzeug weiter, konnte aber unter diesen Umständen keine echten Platzierungen gutmachen. Am Ende war das Auto so stark am Reifen beschädigt, dass dieses von der Streckensicherung abgeschleppt werden musste. Für das erste Rennen wurde das Team Hayek/Kox dennoch mit 12 Punkten (Platz 4) in der Amateurwertung belohnt.

Im zweiten Rennen am Sonntag sicherte sich Peter Kox einen guten Startund verbesserte sich bereits in Runde 4 auf Platz 3. Diesen hielt er bis zum Fahrerwechsel. Hayek setzte sich ans Steuer und behielt die Nerven. Im ständigen Kontakt mit dem Team erhielt er die Informationen über die anderen Meisterschaftsanwärter. So konnte er seinen Stint gut steuern und überquerte die Ziellinie als Champion in der Amateurwertung des ADAC GT Masters 2011.

Marc A. Hayek:
“In den freien Trainings merkte ich schon, dass das Auto gut liegt, was uns bei meinem Qualifying dann bestätigt wurde. Ich war gut unterwegs und erreichte eine gute Platzierung. Peter hat dann für das zweite Rennen das Auto auf P3 gestellt. Beide Rennen liefen auch sehr gut und im entscheidenden zweiten Rennen am Sonntag bin ich nur auf Sicherheit gefahren, um den Sieg der Meisterschaft nach Hause zu nehmen.

Ich bin so glücklich, dass ich es geschafft habe und möchte mich ganz besonders bei Peter (Kox) bedanken, ohne ihn hätte ich das nicht geschafft. Mein Dank gilt auch dem Team von Hans Reiter, die haben während der gesamten Saison eine tolle Arbeit geleistet. Für mich ist die Entscheidung schon gefallen, dass ich im nächsten Jahr mit Reiter Engineering und Peter (Kox) wieder beim ADAC GT Masters antreten werde.“

Peter Kox:
„Mark ist am Wochenende wieder sensationell gefahren und ist mit seiner Gesamtleistung auch mit dem Titel belohnt worden. Er hat heute beim wichtigsten Rennen und auch während des ganzen Jahres alles richtig gemacht. Gratulation! Es war eine sehr schöne Saison mit ihm und ich hoffe, dass wir miteinander weitermachen!“

Hans Reiter, Teamchef Reiter Engineering:
„Mark (Hayek) und Peter (Kox) haben alles richtig gemacht. Es war eine klasse Saison und Mark (Hayek) hat den Titel in der Meisterschaft verdient. Er ist am Wochenende wieder perfekt gefahren und war sehr schnell unterwegs. Im Qualifying lag er nur knapp über eine Sekunde hinter dem Schnellsten Fahrer. Es wäre toll, wenn es im nächsten Jahr mit Mark (Hayek) und Peter (Kox) weitergeht.“