Der Quastenflosser: ein Tauchgang zu unseren Ursprüngen

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Am Samstag, 3. Mai, strahlt der Sender Arte anlässlich eines den Ozeanen gewidmeten Spezial-programms exklusiv und zu bester Sendezeit (20.15 Uhr) einen faszinierenden Dokumentarfilm aus. Er nimmt die Zuschauer mit auf eine vom Meeresbiologen Laurent Ballesta geleitete wissenschaftliche Expedition, die durch die Unterstützung der Uhrenmanufaktur Blancpain ermöglicht worden war. Parallel dazu zeigt in Paris das Muséum national d'Histoire naturelle in seiner Grande Galerie de l'Évolution eine Ausstellung mit rund dreißig Unterwasserfotos, welche die erste Begegnung zwischen dem Menschen und dem Quastenflosser illustrieren.

Am 5. April 2013 reiste der Taucher und Naturforscher Laurent Ballesta – mit seiner Taucheruhr Blancpain Fifty Fathoms am Handgelenk und begleitet von weiteren auf große Tiefen spezialisierten Tauchern sowie Forschern des südafrikanischen Instituts SAIAB und sechs Wissenschaftlern des nationalen französischen Museums für Naturgeschichte und des Centre national de recherche scientifique (CNRS) – nach Südafrika, um während vierzig Tagen bei Tauchgängen vor der Küste diesen legendären Fisch zu erforschen.

Die Expedition, Ergebnis einer zweijährigen Vorbereitung, ermöglichte erstmals Beobachtungen und wis¬senschaftliche Experimente in direktem Kontakt mit lebenden Komoren-Quastenflossern. Dieser von den Einheimischen Gombessa genannte, bis zu zwei Meter lange Fisch gehört zur Ordnung der Coelacanthi¬formes, von der man annahm, sie sei vor 70 Millionen Jahren ausgestorben. Seine Wiederentdeckung anno 1938 gilt als eine der größten zoologischen Sensationen des 20. Jahrhunderts. Mit seinen teilweise ver¬knöcherten Brust- und Bauchflossen sowie der rudimentären Lunge ist er auch ein lebender Verwandter der ersten Wirbeltiere, die vor 370 Millionen Jahren das Land eroberten.

In dem Dokumentarfilm von 90 Minuten, der auch den Beitrag von Blancpain gebührend würdigt, taucht Laurent Ballesta mit uns in ein spannendes wissenschaftliches und menschliches Abenteuer auf den Spuren dieses legendären Fisches. Er schildert den Alltag der Expedition, geprägt von höchstem Professionalismus beim Tauchen, aufregenden Augenblicken und Phasen der Enttäuschung ebenso wie von fröhlicher Gesel¬ligkeit. Vor allem aber nimmt er uns mit auf Tauchgänge in schwindelerregende Tiefen, die beim Aufstei¬gen mehrere Stunden der Dekompression erfordern. Belohnt wurden die Taucher durch die Entdeckung der Schönheiten und Geheimnisse der ozanischen Abgründe. Davon zeugen die faszinierenden Bilder des lang¬sam über den Meeresgrund gleitenden Quastenflossers. Diesen Dokumentarfilm, den man nicht verpassen sollte, sendet Arte am Samstag, 3. Mai, um 20.15 Uhr. Wiederholungen sind vorgesehen am 7. Mai um 8.55, am 10. Mai um 11.45 und am 19. Mai um 8.50 Uhr.

Parallel dazu zeigt das Muséum national d'Histoire naturelle in Paris, das die größte Sammlung von fossilen Coelacanthiden besitzt, vom 30. April bis 8. September 2014 eine außergewöhnliche Ausstellung rund um dieses Projekt. Sie illustriert die Expedition von Laurent Ballesta und lässt das Publikum in rund dreißig Unterwasseraufnahmen an der außergewöhnlichen Reise teilhaben, auf der erstmals Menschen dem Quastenflosser in seinem natürlichen Ökosystem begegneten.